Die Stadt Kopenhagen hält offenbar an ihrem ambitionierten Ziel fest, bis 2025 klimaneutral zu werden, berichtet der ZEIT-Blog Grüne Geschäfte.
Ist 2050 als Ziel für Dresden doch viel zu weit gedacht? Unambitioniert? Langweilig?
Die Stadt Kopenhagen hält offenbar an ihrem ambitionierten Ziel fest, bis 2025 klimaneutral zu werden, berichtet der ZEIT-Blog Grüne Geschäfte.
Ist 2050 als Ziel für Dresden doch viel zu weit gedacht? Unambitioniert? Langweilig?
2050 ist inzwischen auch medial kommunikativ Wegmarke für eine CO2-arme Gesellschaften.
Eine neue Studie Roadmap 2050 beschreibt dies einmal mehr für Europa: www.roadmap2050.eu
6.000 Tonnen CO2-Emissionen kommen durch einen Kirchentag etwa zusammen heißt es auf kirchentag.de und weiter:
Mit rund 22.000 Gemeinden und 57.000 weiteren Einrichtungen sind die evangelischen Kirchen und ihre Diakonischen Werke einer der großen Energieverbraucher in Deutschland.
Deshalb gibt es bis Ende Mai 2010 einen Wettbewerb klimafair 2010. Gesucht werden Ideen für Klimaschutz in kirchliche Gemeinden, Einrichtungen und Werken. Es winken u.a. 5 Dauerkarten für den Kirchentag 2011.
… zumindest die Infrastruktur für Radfahrer könnte vom Kirchentag profitieren, schreibt die Sächsische Zeitung.
Vom 25. bis 28. Februar 2010 auf dem Dresdner Messegelände die HAUS®-Messe statt:
Der Einsatz von erneuerbaren Energien im Bereich der Gebäude- und Energietechnik ist auch in diesem Jahr ein zentraler Schwerpunkt der 4. Fachausstellung ENERGIE zur HAUS® 2010.
Die 14. Internationale Passivhaustagung findet am 28. und 29. Mai 2010 mit Fachausstellung im Congress Center Dresden statt.
Der Neustädter Hafen in Dresden ist mit seinem Hinterland seit einiger Zeit im Gespräch als zukünftiger “Raum für Kreativwirtschaft und neue Kultur” - z.B. auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München.
Auf die eine oder andere Weise soll bzw. wird dort in den kommenden Jahren ein (alter) Stadtteil neu entstehen. Es bestehen also große Chancen im lokalen Maßstab klimaneutrale Stadt(teil)strukturen zu ermöglichen und aktiv zu fördern.
Was gehört dazu?
Martin und Peter Unfried fordern eine gesellschaftliche Avantgarde, die in ihrem Privatleben [in Sachen Klimaschutz] professionell vorangeht.
Und im Detail:
Vergessen wir Kopenhagen. Knöpfen wir uns die Ausredengesellschaft vor. Der Kampf um den Mainstream hat gerade erst begonnen. [taz]
Schaka!! Wer ist diese Avantgarde in Dresden?
Wenn es nach Michael Braungart ginge, dann sollte ich mich wohl weniger mit irgendeinem Reduktionsziel für CO2 im Jahr 2050 beschäftigen, als vielmehr damit, wie wir Produkte so gestalten, dass sie CO2 absorbieren. Auf dass mit jeder Nutzung meine CO2-Bilanz (oder die einer Stand/ eines Landes) besser werde.
Motto und Vision: Intelligent verschwenden. Oder im Original: Cradle to Cradle. Abfall Nahrung ist Nahrung.
Im Kern – so habe ich Braungart verstanden – geht es zu allererst darum, das richtige Ziel zu definieren, um erst dann mit Detailoptimierung zu beginnen. Das Ziel: Verbrauchsgüter als biologische Nährstoffe im Biologischen Kreislauf halten sowie Gebrauchsgüter als technische Nährstoffe im Technischen Kreislauf.
Ich werde trotzdem über Reduktionsziele sprechen und denke: Wir sollten das eine tun und das andere nicht lassen.
Die Studie “Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050″ des WWF hat den Anspruch ein “konkreter, durchgerechneter Politikentwurf” zu sein. Insofern sollten wir darin auch viele Ideen für lokale Maßnahmen finden. Dort heißt es einleitend:
Der Klimawandel zwingt uns zu einschneidenden Taten: Um die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssen Industrienationen wie Deutschland ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 auf fast null senken. Angesichts dieser Herausforderung ließe sich leicht verzweifeln.
Doch was heute noch unwahrscheinlich klingt, ist tatsächlich machbar: In der Studie „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050. Vom Ziel her denken“ zeigt der WWF technisch mögliche und wirtschaftlich bezahlbare Wege in eine CO2-arme Zukunft. Entdecken Sie, in welchem Deutschland Sie in 40 Jahren leben könnten!
Also: Lesen! Die Langfassung hat einige hundert Seiten… Es gibt auch eine Zusammenfassung (pdf)!
[Nachtrag] DIE ZEIT: Reich und sauber, Was Deutschland tun muss, um Wohlstand und Klimaschutz miteinander zu kombinieren. Von Fritz Vorholz
Die Kampagne 350.org mobilisiert Menschen in aller Welt, am 24. Oktober 2009 Aktionen unter dem Motto “350 ppm CO2 sind genug” zu starten.
Wir werden auf dresden.klimastrategie.de ohne Hektik ab jetzt 350 Ideen und Gründe sammeln, die helfen Dresden bis 2050 CO2-neutral zu machen.
Sammeln Sie mit!
Die DREWAG wirbt aktuell mit eigenem Logo, Anzeigen und Infomaterial für Kraft-Wärme-Kopplung.
Allein, dass so eine Kampagne für einen Produktionsprozess notwendig zu sein scheint, zeigt: Klimaschutz und Wirkungsgrade von Kraftwerken sind relevant für Kaufentscheidungen der Kunden und Imagepflege des Unternehmens.
Dazu die DREWAG:
Warum brauchen wir ein Markenzeichen für etwas, das für die DREWAG bereits seit mehr als 20 Jahren selbstverständlich ist? Aus einem einfachen Grund: um unser KWK-Engagement bekannt zu machen.
Mit dem Verbundprojekt Cool Silicon erforschen Dresdner ForscherInnen und Unternehmen technologische Grundlagen für Energieeffizienz im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.
These dazu: Wenn diese Grundlagenforschung eines Tages auch die heimische Wirtschaft beflügeln soll, müssen kulturell und lokalpolitisch beim Thema Energieeffizienz ähnlich amibtionierte Ziele verfolgt werden. Sonst hinkt “der Patient” und die neuen Technologien fallen andernorts auf fruchtbareren Boden.
ÖKOSEX, der Dritte Kommunale Klimaschutzbericht Dresden 2007, UniSolar Dresden und die Wahlen landauf und landab haben mich irgendwie motiviert, Infos zu Klimaschutz und Energieeffizienz in Dresden hier zusammenzutragen. Inhaltliche Vorarbeit steht mit Blick auf die deutschen Bundesländer auf Klimastrategie.de.
Wieviel Klimaschutz passiert in Dresden? Und wer folgt dabei irgendeiner Strategie?
salu2, Jens Bemme