anzuweisen, dass bei stadteigenen Neubauten und Sanierungsvorhaben generell die Errichtung von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen zu prüfen ist. Ein Verzicht darauf erfolgt nur bei bestehenden Ausschlussgründen, wozu auch die Nutzung von Fassaden und Dächern für Begrünung zählen kann.
die solar optimierte Bauleitplanung bei der Ausweisung neuer Baugebiete anzuwenden, um die aktive und passive Solarenergienutzung möglichst effizient zu gestalten.
ein Solardachkataster für die gesamte Landeshauptstadt Dresden aufzubauen und der Öffentlichkeit über das Internet zugänglich zu machen.
die Errichtung von Bürgerbeteiligungsanlagen (Bürgersolaranlagen) auf Dächern öffentlicher Gebäude durch kostenfreie Überlassung zu fördern.
mit geeigneten Partnern eine Solar-Beratungsinitiative zu entwickeln.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag wollen die Errichtung von Solaranlagen auf Dächern entbürokratisieren. Künftig solle in Sachsen, wie in Bayern und BaWü, für alle Solaranlagen auf Gebäuden gleichermaßen keine Baugenehmigung nötig sein, egal ob einspeisende oder nicht einspeisende Photovoltaik-Anlagen installiert werden.
Hier: Ziel Nummer zehn. Dieses Ziel stand bis kurz vor knapp in der offiziellen Liste, ist dann aber versehentlich rausgefallen. Halb so schlimm! Wir dokumentieren es:
10. Die Stadt Dresden und ihre Bürger sind Vorreiter für Energieeffizienz und Klimaneutralität in Alltag, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Und weiter:
Dresden als Stadt der erneuerbaren Energien und des effizienten Energieeinsatzes betreibt aktiven Klimaschutz durch Senkung des Energieverbrauches sowie durch verstärkte Nutzung emissionsarmer und erneuerbarer Energieträger.
Könnte dieser Kauf mittel- und langfristig helfen, das Ziel “Dresden wird klimaneutral” auf Seiten der regionalen Strom-, Wärme- und Kälteversorgung zu erreichen? Wenn ja, wie?
Die Studie “Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050″ des WWF hat den Anspruch ein “konkreter, durchgerechneter Politikentwurf” zu sein. Insofern sollten wir darin auch viele Ideen für lokale Maßnahmen finden. Dort heißt es einleitend:
Der Klimawandel zwingt uns zu einschneidenden Taten: Um die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssen Industrienationen wie Deutschland ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 auf fast null senken. Angesichts dieser Herausforderung ließe sich leicht verzweifeln.
Doch was heute noch unwahrscheinlich klingt, ist tatsächlich machbar: In der Studie „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050. Vom Ziel her denken“ zeigt der WWF technisch mögliche und wirtschaftlich bezahlbare Wege in eine CO2-arme Zukunft. Entdecken Sie, in welchem Deutschland Sie in 40 Jahren leben könnten!
Also: Lesen! Die Langfassung hat einige hundert Seiten… Es gibt auch eine Zusammenfassung (pdf)!
Herr Ritscher hat Prioritäten gesetzt, die uns nicht gefallen haben. [...] Zum Beispiel hat der Fahrradverkehr eine ganz wichtige Rolle gespielt. Und das war nicht immer angemessen, wie auf der St-Petersburger Straße.
Albrecht Pallas ist Stadtrat in DD und will für die SPD in den Landtag gewählt werden. Heute fordert er in einer Presseerklärung 500 neue Photovoltaikanlagen in Dresden:
„Dresden hat beste Chancen, sich als Standort für Solarenergie zu profilieren, namhafte Unternehmen aus der Produktion und Anwendung von Solartechnologie haben hier ihren Sitz, SAENA und andere Institutionen bieten professionelle Beratung vor Ort, Förderprogramme stehen bereit. In der Solarbundesliga, Kategorie Großstädte liegt Dresden aber abgeschlagen auf Platz 41“ (www.solarbundesliga.de). Kürzlich schätzte die Stadt in einer Pressemitteilung das nutzbare Solardach-Potenzial in Dresden auf rund ein Viertel des Stromverbrauchs, realisiert sei aber nur ein Anteil von 0,1 Prozent.”
Laut energymap.info werden in Dresden 2% des Stroms mit EEG-Anlagen erzeugt. Quelle: http://energymap.info/energieregionen/121/185/267.html Die Seite ist an einigen Stellen bzw. bezüglich mancher Orte (Dresden!) noch sehr ungenau. Aber das wird, geben sich die Macher optimistisch! Und sie bietet spannende Hintergründe zur Diskussion EEG-Meldepflichten und das Anlagenregister.
Mit dem Verbundprojekt Cool Silicon erforschen Dresdner ForscherInnen und Unternehmen technologische Grundlagen für Energieeffizienz im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.
These dazu: Wenn diese Grundlagenforschung eines Tages auch die heimische Wirtschaft beflügeln soll, müssen kulturell und lokalpolitisch beim Thema Energieeffizienz ähnlich amibtionierte Ziele verfolgt werden. Sonst hinkt “der Patient” und die neuen Technologien fallen andernorts auf fruchtbareren Boden.
SUN-AREA ist bzw. war ein Forschungsprojekt an der FH Osnabrück (PDF). Entstanden ist daraus eine Methode zur Bewertung von städtischen Dachflächen mit Fernerkundung hinsichtlich ihrer Eignung für solare Energiegewinnung.
Osnabrück und Gelsenkirchen haben nun zentrale Dachkataster, die Bürgern (Hausbesitzern, Investoren,…) und Kommunen (für zielgenauee Förderprogramme) helfen, solare Potentiale einzuschätzen.
Gerade in Kommunen, als ganz maßgebliche Orte der Umsetzung, muss in ganz anderen Dimensionen als während der letzten Jahren gedacht werden, will man adäquate Beiträge zur Minderung der globalen Treibhausgasemissionen um mindestens 50 Prozent (in Industrieländern um 80 bis 95 Prozent) bis zur Mitte des Jahrhunderts leisten. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, sich auch in Städten wie Stuttgart Langfristziele (Zielmarken 2030, 2050) zu setzen und eine kurz- bis mittelfristige Klimaschutzpolitik darauf auszurichten.
Was bedeutet das für Dresden? CO2-frei bis 2050? Wenn ja, wie?